Das Upcycling-Magazin

Veranstaltungen

“Upcycling & Gründen”: Vier kreative Ideen

Erstmalig rief das Social Impact Lab Leipzig zu dem Wettbewerb “Upcycling & Gründen” auf. Vier Ideen wurden gestern heiß diskutiert. Aber welche hat das Potential für mehr?

Ideenwettbewerb "Upcycling & Gründen": Mit solchen Plakat warb der Veranstalter Social Impact Lab für den Wettbewerb

Das Stelzenhaus auf der Weißenfelser Straße in Leipzig: Roter Backstein und Beton am Ufer des Karl-Heine-Kanals bilden den Rahmen für den ersten Upcycling-Gründerwettbewerb des Social Impact Leipzig. Und wie das Sprichwort besagt: “Wer hinaufsteigen will, muss unten anfangen.”, geht es für die Veranstaltung “Upcycling & Gründen” erst einmal die Treppenstufen in das Untergeschoss des Fabrikgebäudes hinab.

Der Betriebswirtschaftler Steve Uhlig hält auf der Veranstaltung "Upcycling & Gründen" einen Einführungsvortrag

Frische Pfefferminzblätter in einer gläsernen Wasserkaraffe, draußen über 30 Grad Hitze. Die Teilnehmer genießen die Kühle des Industrieraumes während Steve Uhlig (Foto oben) ein paar einführende Worte über Upcycling verliert. “Upcycling bedeutet, aus einem unbrauchbarem Produkt, einem Abfallstoff ein neues Produkt herzustellen”, sagt der Betriebswirtschaftler. Er ist für die Gründerinitiative SMIlE der Universität Leipzig tätig. Gemeinsam mit Marcus Bittner vom Social Impact Lab starteten sie den Ideenwettbewerb “Upcycling & Gründen”. Bittner: “Es ist ein Experiment für uns.”

Experimentell war zugleich die erste vorgestellte Upcycling-Idee von Eric Poscher (Foto unten). “Ich suchte selbst eine Lampe fürs Wohnzimmer. Ich wollte unbedingt etwas upcyclen”, erklärt er, während er auf die über ihn hängende weiße Leuchte schaut. Beigefarbener Baumwollstoff spannt zwischen zwei vercromten Fahrradfelgen. In der oberen sind noch die Speichen zu sehen.

Eric Poscher steht auf den Treppenstufen während er die über ihm hängende eigens entwickelte Upcycling-Lampe aus alten Fahrradfelgen beschreibt

Upcycling-Lampe aus alten Fahrradfelgen und Speichen von Eric Poscher

Dadurch wirft die Lampe namens “Radiante” Speicher-Schatten an die Decke. Die Teilnehmer sind begeistert. “Ich würde 400 Euro dafür zahlen”, sagt einer von ihnen. Denn die Frage nach dem angemessenen Preis für dieses Upcycling-Produkt beschäftigt nicht nur Eric.

Upcycling-Ideen unterm Wert?

“Ich muss teuerer werden”, sagt Stefanie Hirte nach der Diskussionsrunde über ihre Produkte. Unter dem Label “ReSEILcling” arbeitet die leidenschaftliche Kletterin alte Seile zu Gürteln, Schlüsselanhängern und Wanduhren um.

Beim Ideenwettbewerb "Upcycling & Gründen" in Leipzig präsentiert Stefanie Hirte Upcycling-Produkte aus alten Kletterseilen

Eine aus alten Kletterseilen runde Wanduhr von Stefanie Hirte aus Dresden wird beim Ideenwettbewerb "Upcycling & Gründen" gezeigt

“Für den Gürtel nehme ich 20 Euro”, erklärt sie der Runde. Einige schlagen gleich die Hände über den Kopf. “Viel zu wenig!” heißt es. Denn: “Bei Dir kauft man doch ein Lebensgefühl. Wenn ich leidenschaftlicher Kletterer bin und mir aus meinem geliebten Seil eine solche Wanduhr anfertigen lasse, wäre ich auch bereit, 80 Euro auszugeben”, erklärt eine Teilnehmerin. Stefanie, die als freischaffende Redakteurin arbeitet, schaut nachdenklich.

Was bewegt angehende Upcycler?

Vom Preis über Vermarktungswege bis hin zu Zielgruppen – je 20 Minuten lang wird jede der vier Upcycling-Ideen heiß in der Runde debattiert, die einzelnenen Geschäftsmodelle auseinandergenommen.

So stellt sich bei Sophie Stephan die Frage, ob sie ihre aus Omas Kutte und alten Haargummis genähten Upcycling-Stofftiere fertig oder zerlegt mit Schnittmuster als Bastelsets auf den Markt bringt. “Gerade im Spielzeugbereich gibt es hohe Auflagen”, merkt eine Teilnehmerin kritisch an.

Sophie Stephan zeigt bei der Veranstaltung "Upcycling & Gründen" diese Upcycling-Stoffpuppen

Teilnehmer des Ideenwettbewerbs "Upcycling & Gründen" diskutieren am 2.Juli 2015 in Leipzig ihre Geschäftsmodelle

Upcycling-Puppen und Sorgenfressern von Sophie Stephan aus Leipzig

Mit alten Stoffen beschäftigen sich auch Christin Gertler, Bernadette Wuttke und Tina Forberig (Titelfoto, von links nach rechts). Die drei Studentinnen nähen aus löchrigen und abgelegten Herrenhemden Boxershorts für Sie und Ihn. “Zum letzten Weihnachtsfest vereinbarte ich mit meinem Freund, dass wir uns nur Selbstgemachtes schenken”, erklärt Christin. So entstand die Ideen von Upcycling-Boxershorts aus alten Hemden.

“Doch was wärd ihr bereit, dafür auszugeben?”, fragt sie in die Runde. Die Preisangebote reichen von 10 bis 40 Euro. Auch hier gelangt man schnell zur Diskussion, wer eigentlich die Zielgruppe für ihr Label “rijuzd” ist.

“Alle” meinen die Mädels. Doch Marcus Bittner vom Social Impact Lab rät: “Das ist tödlich. Ihr müsst das genauer fassen: Wer ist bereit was dafür zu bezahlen.” Die Mädels nicken, schreiben sich Anmerkungen auf.

Das Fazit?

Einblick in die Gesprächsrunde der Teilnehmer von "Upcycling & Gründen" im Social Impact Lab Leipzig

Nach drei Stunden kreativer Ideenschmiede fällt das Feedback der Teilnehmer positiv aus: “Okay, ich muss meine Zielgruppe definieren”, sagt die Masterstudentin Christin. Und ergänzt: “Ich finde es schön, dass hier in Leipzig und nicht nur in Berlin das Bewußtsein für Upcycling und Nachhaltigkeit angekommen ist.”

“Wir als Social Impact Lab wollen dabei helfen, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Eins davon ist der Müll. Deshalb fördern wir Unternehmen, die hier eine Antwort darauf haben. Upcycling ist ein Ansatzpunkt”, so Markus Bittner. Deshalb lobt das Social Impact Lab nun ein achtmonatiges Stipendium inklusive Arbeitsplatz im Stelzenhaus sowie Beratung und Coaching von der Gründerinitiative Leipzig aus, um die Geschäftsidee weiter voranzutreiben. Darauf können sich nun die vier Kandidaten bis zum 16. August bewerben. Welche Ideen wohl gewinnt?

Empfohlene Artikel

1 Kommentar

  • Jacqueline Güntzel 3. Juli 2015 at 21:15

    Hallo Jane,

    das ist ein sehr schöner Artikel und beschreib sehr schön, das Feeling an dem Nachmittag. Ich fand es toll, dass jeder zu jedem etwas beitragen konnte und so alle mit einer Menge Input, auch zum Nachdenken, nach Hause gefahren sind.

    Schön, dass du dabei warst und es in die Welt trägst.

    LG
    Jacqueline

    Antworten

Kommentar hinterlassen

ralph lauren polo
Monday, January thirteen, 2014 Eine gefälschte Replik-Uhr ist sicherlich ein ungesetzliches Duplikat der authentischen Replik-Uhr Im Einklang mit Schätzungen wegen der Schweizer Zolldienstleistungen, gibt es etwa 30 bis 40 Millionen gefälschte Replik-Uhren in Umlauf gebracht jährlich. Ein Beispiel ist, dass die Sorten und Preise der Anfälle von Sorten von CHF 400.000 und achtzehn Krampfanfällen im Jahr 1995 auf CHF 10, 300.000 und 572 Krampfanfälle im Jahr 2005 stiegen. 1 Gefälschte Replik-Uhren führen zu einem geschätzten $ 1 Milliarde Rückgang jedes Jahr auf die Replik-Uhr Markt. Zwei Aufzeichnungen bearbeiten Paul R. Paradise (September 1999). Marken-Fälschung, replica uhren Produkt-oder Service-Piraterie, zusammen mit dem Milliarden-Risiko in Richtung der US-Finanzsystem Greenwood Publishing Team. ISBN 978-1-56720-250-2 Abgerufen 26 März 2011Of Omega sucht Replik breitling unerwartete Notfall-Replik-Uhren Seien Sie organisiert und vertrauenswürdig. "" Failing zu arrangieren ist die Planung nicht erfolgreich. "" Betrachten Sie die gesetzlichen Rechte anderer Menschen vor Ihren eigenen inneren Gedanken, plus die inneren Gedanken von vielen anderen vor Ihren eigenen persönlichen Rechten. "" Seien Sie viel mehr mit dem Charakter als Ihre Erfolgsbilanz beteiligt, da Ihr Charakter ist, was Sie wirklich sind, während Ihr Name ist genau das, was viele andere vorstellen, omega replica uhren dass Sie geschehen zu sein. Talent ist Gott gegeben. Demütig sein. Ruhm ist männlich geliefert. Sei dankbar. Conceit ist selbstversorgt. Sie hätten sogar weit mehr Dollars im Darlehensgeber. Wood baute seine Team-Leistung auf der Grundlage der Audio-Kernwerte. Vor einigen Jahren ein Konsortium von High-End Schweizer Uhrenmarken bekannt, weil die Fondation de la Haute Horlogerie (FHH) begann eine Werbekampagne mit dem ganzen Konzept, dass "Faux-Replik-Uhren sind für Männer und Frauen." Ich glaube nicht Die die Botschaft wahrhaftig mit einem englischsprachigen Publikum, aber es bestätigte eine ernste Anstrengung in ihrem eigenen Namen, um Einzelpersonen in die Erlangung der eigentlichen Sache. Scheinbar die mehr gefälschten gebaut, ist das beliebtere Modell ist. Es war absolut ein erklärendes Signal der lüsternen Annäherung an das Problem. Warum war er nicht viel ängstlicher? Einige Dinge, die ich häufig glaube, replica uhren sind der Zweck, warum würde sicherlich jede Person Gehirn auf fotografischen Kamera stehen, wenn sie nicht fast alles falsch ausführen? Meine Kinder wirklich wie eine Menge von diesen demonstriert und i ist auch nur bereit, es zu akzeptieren ist ein hervorragender Prozess der Einnahme von Menschen durch Raubüberfälle. Es ist faszinierend zu bemerken, dass in der Zeit zwischen 1894 und 1899, bloss 1.208 Replik-Uhren produziert. Unter ihnen waren einige der komplexesten Uhren zu jeder Zeit gebaut, wie die legendäre "Grande Complication" -Sammlung, die aber derzeit in diesen Tagen entwickelt wird. Abgesehen von der üblichen Zeitanzeige, präsentiert eine Grande Complication Zeitmesser Minute Wiederholung, ewigen Kalender und Chronographen. Für mehr Sicherheit zusammen mit einem Blendschutz ist die Schweizer Replik Rolex Daytona mit starkem Saphirglas bedeckt. Exakt gleiche Mode, offensichtlich eingeführt durch blendendes Sonnenlicht oder höhere Lichter hat sich ausgezahlt in ein fantastisches Ausmaß. Wasserbeständige wahrscheinlich im Produkt ist gut genug, und dass ich nur wie die Tatsache, sie haben zusätzliche fantastische Garantiezeit innerhalb der gleichen Zeit. Wir erhielten heute eine qualitativ hochwertige Replik (pretend) DEEPSEA. Wir sind Anlieferung es zurück auf dem Mann oder der Frau, die versuchten, es zu uns anzubieten. Unter, finden Sie eine Anzahl unserer Beobachtungen auf Unterscheidungen zwischen dem echten 116660 plus das gefälschte. Abgelegt in rolex Replik-Uhren